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EFERDINGER SCHLOSSKONZERTE
EIN FÜRSTLICHES VERGNÜGEN …
PRESSE

8. August 2011 Neues Volksblatt | Kultur | Christine Grubauer

Alte barocke Schätze, neu serviert

Gunar Letzbor, Geiger und Leiter des Ensembles Ars Antiqua Austria, spürt gern barocken kammermusikalischen Schätzen und ihren Geschichten nach und wird in Bibliotheken nicht nur fündig, sondern macht die Fundstücke auch zu spielbaren Hörerlebnissen. Eine kleine Runde von extravaganten Solisten gehört dabei zu seinem Kreis. Am Freitagabend beim letzten diesjährigen "Eferdinger Schlosskonzert" waren es Norbert Zeilberger (Orgel, Cembalo), Jan Krigovsky (Vionone), Hubert Hoffmann (Laute) und Daniel Oman (Colascione). "Biber, der Rebell", lautete der Titel des Abends, kannte der böhmische Komponist Heinrich Ignaz Franz Biber (1644-1704) doch keinen Respekt vor Traditionen und Regeln und machte zudem die Spieltechnik der Zigeuner salonfähig. Bei Bibers sechssätziger Sonata I. griff Letzbor zunächst als Solist in die Saiten seiner Barockvioline. Gerade in solch virtuosen, fast unspielbaren Passagen, wo es gilt, in sagenhaftem Tempo Klangzauber hervorzubringen, fühlt sich Letzbor wohl. Nicht weniger dann bei immer neu aufleuchtenden Klängen in Sonaten von Alessandro Stradella (1639-82) und Giovanni Antonio Pandolfi Mealli (1620-69) sowie Bibers Sonate III. Viel Begeisterung im Ahnensaal.


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Bericht von HT1 zum Konzert vom 25. Juli 2011


http://www.ht1.at/geschehen/Eferdinger_Schlosskonzerte_2011-1963.html



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15. Juli 2010 Oberösterreichische Nachrichten | Kultur | Michael Wruss

Eferdinger Schlosskonzerten: Musikalische Raritäten
Eferdinger Schlosskonzerte: „Zum Schall der Trompeten“ – barocke Kammermusik (13. 7.)

Da mögen die ehrenwerten Grafen Starhemberg auf ihren Porträts im Ahnensaal nicht schlecht gestaunt haben, als sie am Dienstag Musik aus ihrer Zeit zu hören bekommen haben. Musik vorwiegend aus dem 16. Jahrhundert für zwei Trompeten und Continuo – manchmal mit der mächtigen Bassstimme von Reinhard Mayr, manchmal im solistischen Zwiegesang.

Franz Landlinger und Wolfgang Gaisböck waren für den prunkvollen Klang der Naturtrompeten verantwortlich, perfekt begleitet von Wolfgang Heiler am Barockfagott und Rudolf Jungwirth an den Orgeln.

Mitreißend interpretiert

Auf dem Programm standen Komponisten, mit denen man heute eher selten bis gar nicht in Berührung kommt, die sich aber gerade für diese Besetzung Interessantes einfallen haben lassen. So gleich zu Beginn zwei Capricci von Johann Jakob Loewe, der als österreichischer Schütz-Schüler wichtige Impulse für die norddeutsche Musik gesetzt hat. Johann Christoph Pezel, Stadtpfeifer in Leipzig, hinterließ klangvolle Kompositionen für zwei Trompeten und Bass wie jene beiden Sonatinen (Nr. 69 und 71), an diesem Abend mitreißend interpretiert zu erleben.

Zwischendurch feine Orgelmusik von Girolamo Frescobaldi (Toccata quarta), Johann Pachelbel (Fantasia in g und Toccata in C) und die Toccata quarta aus Georg Muffats „Apparatus Musico-Organisticus. Höhepunkte waren aber die Kantaten für Bass, Trompete(n) und Continuo. Als Erstes sang Reinhard Mayr eine anonyme Vertonung des 112. Psalms „Laudate pueri“ – ein spannendes Zwiegespräch von Trompete und Singstimme.

Virtuos und alle barocke Pracht entfaltend „Singet dem Herrn alle Welt“ von Johann Philipp Krieger, der mit rund 2000 Kantaten und zahlreichen Opern zu den produktivsten Komponisten aller Zeiten zu zählen ist – allerdings ist der Großteil seiner vorwiegend für Bayreuth und Halle komponierten Werke verschollen. Düstere Stimmung und emotionale Expression zeichnete Maurizio Cazzati in seiner Passionskantate „In calvaria rupe“.

Im zweiten Teil begeisterte vor allem das „Regina coeli“ des Schärdinger Barockmeisters Rupert Ignaz Mayr, der vor allem im bayrischen Raum als bischöflicher Kapellmeister und wichtiger Proponent des Jesuitendramas tätig war.

Ein sehr gut musiziertes Konzert, das vor allem wegen seines Raritätenprogramms von außergewöhnlicher Bedeutung war.

Info: Die nächsten Konzerte auf Schloss Starhemberg: 23. 7. und 12.8., jeweils 20 Uhr, www.eferdingerschlosskonzerte.at

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14. Juni 2010 Oberösterreichische Nachrichten | Kultur | Franz Zamazal

Lauter heimische Kostbarkeiten
Kammerkonzert: 1. Abend der „Eferdinger Schlosskonzerte“, Ahnensaal, künstlerischer Leiter: Michael Oman, 11. Juni

Im Eferdinger Schloss der Familie Starhemberg kauerte ein wertvoller Musikalienbestand im Dornröschen-Schlaf; nur wenige Spezialisten wussten davon. Beginnend mit dem 17. Jahrhundert, repräsentiert er den Wandel der Musizierpraxis bei Adel und gehobenem Bürgertum. Er enthält vor allem Werke der Groß- und Kleinmeister des späten Barock, der Wiener Klassik, des Biedermeiers usw.

Außerdem haben sich alte Instrumente erhalten: ein Hammerklavier aus Linzer Fabrikation, eine Breinbauer-Orgel und eine wertvolle italienische Geige. Mit ihnen wurde erstmals im akustisch vorzüglichen Ahnensaal ein abwechslungsreich gestalteter Streifzug durch den Notenbestand vorgestellt. Diplomatische und verwandtschaftliche Verbindungen der Familie hatten den Bestand stets vermehrt.

Michael Oman konnte als künstlerischer Leiter der Reihe fast ein Dutzend an kompetenten Interpreten für diese Musik-Expedition gewinnen. Dabei kam das Hammerklavier mit dem feinen, klaren Ton so recht für Kammermusik zur Geltung. Der Klang der Orgel, vielleicht einst von Bruckner im Alten Dom gespielt, lässt an ein viel größeres Instrument denken. Die klangschöne Violine ist wie geschaffen, einer Romanze Leben einzuhauchen. Die Rarität des Abends bildete die Kantate „La Primavera“ von Ferdinand Graf von Waldstein (1762–1823), der bekannt blieb durch die ihm von Beethoven gewidmete Sonate. Seine Komposition galt als verschollen, wurde nun wieder entdeckt. Um ihre gelungene Wiedergabe nach gut 200 Jahren machte sich das Instrumental-Ensemble verdient; …

Einer der größten Musikalienbestände Österreichs ist aber nun wieder „lebendig“. (fz)

Info: Termine: 13. und 23. Juli, 12. August, jeweils 20 Uhr, 07272/ 5555-160.


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